SAP PI/PO-Migration nach CI
Wir migrieren nicht einfach Schnittstellen – wir modernisieren Integrationslandschaften.
SAP Process Integration und SAP Process Orchestration haben unzähligen Unternehmen jahrelang zuverlässig die Integration ihrer Systeme ermöglicht – doch mit der Wartungseinstellung 2027 gehen die bewährten Tools in den Ruhestand. Wer die Migration zur Nachfolgelösung SAP Cloud Integration schon heute angeht, vermeidet Zeitdruck kurz vor dem Stichtag und sichert sich genügend Zeit für eine saubere, gut vorbereitete Umstellung.
LEISTUNGSPORTFOLIO
Unsere Leistungen zu PI/PO-Migration nach CI
Entlang unserer drei Kerndienstleistungen – angewendet auf dieses Thema.
Architektur/Beratung
Migrations-Assessment
Bewertung des PI/PO-Bestands auf CI-Kompatibilität mit dem SAP Migration Assessment.
- Landschaftsextraktion via Cloud Connector
- Scoring je Schnittstelle: Ready to Migrate / Adjustment Required / Evaluation Required
- Komplexitäts- und Aufwandschätzung
Architektur/Beratung
Zielarchitektur
Entwurf der Ziellandschaft auf SAP CI und BTP.
- Architekturkonzept SAP Integration Suite
- Entscheidung Cloud, Hybrid oder Edge
- Sicherheits- & Berechtigungskonzept
Entwicklung/Integration
Iflow-Migration
Technische Übertragung der Integrationsszenarien mit dem SAP Migration Tooling.
- Semi-automatisierte Konvertierung von Mappings & Adaptern
- Manuelle Nacharbeit bei UDFs/Java-Mappings via Groovy
- Test gegen Referenzdaten
Entwicklung/Integration
Cutover-Steuerung
Kontrollierte Umstellung pro Schnittstelle oder Wellenpaket.
- Wellenplanung nach Kritikalität
- Parallelbetrieb PI/PO & CI
- Rollback-Konzept je Welle
Support & Betrieb
Hypercare
Engmaschige Betreuung direkt nach dem Cutover.
- Intensives Monitoring je Welle
- Schnelle Fehlerbehebung
- Abnahme je migrierter Schnittstelle
Support & Betrieb
Stilllegung & Betrieb
Geordnete Ablösung von PI/PO und Übergang in den CI-Regelbetrieb.
- Stilllegungsplan für PI/PO
- Übergabe in den Regelbetrieb
- Dokumentation & Wissenstransfer
WERKZEUGE & TECHNOLOGIEN
Eingesetzte Methoden, Werkzeuge & Technologien
Von der Bestandsanalyse mit offiziellen SAP-Tools bis zur Zielarchitektur auf SAP BTP.
Ebene 1 · Migrationswerkzeuge
SAP Integration Suite Migration Assessment
Eigenständige Capability der SAP Integration Suite. Verbindet sich via Cloud Connector mit dem SAP-PO-System (unterstützt wird SAP Process Orchestration 7.5; SAP PI 7.3 wird vom Tool nicht direkt unterstützt), extrahiert die vorhandenen Integrationsszenarien und bewertet jedes davon nach einem regelbasierten Scoring: Ready to Migrate, Adjustment Required oder Evaluation Required – inklusive Aufwandschätzung in Personentagen je Szenario sowie konkreten Modernisierungsempfehlungen (z. B. event-basierte statt Polling-Integration, standardisierte statt Custom-Mappings).
SAP Migrationsleitfaden für SAP Process Orchestration
Der offizielle, von SAP veröffentlichte Migrationsleitfaden (verfügbar u. a. über das SAP Architecture Center) beschreibt den empfohlenen Weg von SAP Process Integration/Orchestration zur SAP Integration Suite – inklusive Referenzarchitektur, Vergleich der Capabilities und Vorgehensempfehlungen. Er bildet die fachliche Grundlage, auf der wir die kundenspezifische Migrationsstrategie aufbauen.
ISA-M Methodik
Die SAP Integration Solution Advisory Methodology ist SAP-Standardmethodik zur Strukturierung der Integrationslandschaft in Domänen und Styles. Bei Migrationsprojekten nutzen wir ISA-M, um die Zielarchitektur nicht als reine 1:1-Kopie des PI/PO-Bestands zu entwerfen, sondern als bewusst designte, zukunftsfähige Integrationslandschaft auf der Integration Suite.
SAP Migration Tooling (CI)
Anders als das Migration Assessment, das nur bewertet, übernimmt das Migration Tooling als fester Bestandteil der Cloud-Integration-Capability die technische Umsetzung: Aus einem PI/PO-Integrated-Configuration-Object (ICO) erzeugt es per Vorlage automatisch ein Iflow-Grundgerüst inklusive Mapping- und Adapter-Zuordnung. Aus unseren Erfahrungen lassen sich dadurch bis zu über 50 % der reinen Konvertierungszeit gegenüber einer kompletten Neuentwicklung einsparen – komplexere Individuallogik muss anschließend manuell nachgezogen werden.
Groovy-Skripting
Groovy ist die native Skriptsprache von SAP Cloud Integration und kommt dort zum Einsatz, wo das automatisierte Migration Tooling an seine Grenzen stößt: bei der Übertragung von PI/PO-Java-Mappings und User-Defined Functions (UDFs), die sich nicht automatisch konvertieren lassen. In der Praxis ist die manuelle Übersetzung dieser individuellen Transformationslogik nach Groovy regelmäßig der aufwändigste Teil einer PI/PO-Migration. Im Unterschied zu den vier Punkten oben ist Groovy kein Steuerungs-Tool, sondern die Implementierungssprache, mit der migrierte Iflows ihre individuelle Logik erhalten.
Ebene 2 · Quellsystem (Bestand)
- SAP PI/PO
- SAP Process Orchestration (PO) 7.5
- Enterprise Services Repository (ESR)
- ABAP-Stack
Ebene 3 · Zielplattform: SAP Integration Suite
- Cloud Integration (Ziel)
- Open Connectors
- Trading Partner Management
- Integration Advisor
Ebene 4 · SAP BTP (Laufzeit & Konnektivität)
- Cloud Connector
- SAP Edge Integration Cell
- Identity & Access Management
WARUM JETZT?
Worauf es jetzt ankommt
Standard-Maintenance endet 2027 für SAP PI/PO. Wer früh plant, vermeidet Zeitdruck und Engpässe bei Beratungskapazität kurz vor dem Stichtag.
Extended Maintenance nur bis 2030 möglich. Danach endet der SAP-Support für PI/PO vollständig. Das ist kein Zeitpuffer, sondern eine endgültige Frist.
Wachsende Komplexität ungeplanter Migrationen steigt mit jeder neuen Schnittstelle, die noch auf PI/PO entsteht und später erneut migriert werden muss.
SAP-Roadmap setzt klar auf die SAP Integration Suite als strategische Zielplattform. PI/PO erhält keine funktionale Weiterentwicklung mehr.
IM FOKUS
Relevante Bausteine
- Vollständiger Schnittstellenkatalog als Migrationsbasis
- Priorisierung nach Kritikalität & Komplexität
- Parallelbetrieb statt Big-Bang-Umstellung
- Hypercare-Phase je Migrationswelle
ASSESSMENT
Typische Herausforderungen in PI/PO-Landschaften
Diese Themen prüfen wir im Assessment. Jede PI/PO-Landschaft ist über Jahre gewachsen. Deshalb betrachten wir nicht nur die Anzahl der Schnittstellen, sondern analysieren auch die technischen Besonderheiten, die Aufwand und Migrationsstrategie beeinflussen.
| Herausforderung | Unser Ansatz |
|---|---|
| Java Mappings und UDFs | Prüfung, ob eine Übernahme sinnvoll oder eine Neuentwicklung wirtschaftlicher ist. |
| Message Mappings | Bewertung der Wiederverwendbarkeit und Anpassung an SAP Cloud Integration. |
| Adaptervielfalt | Analyse von IDoc, RFC, SOAP, REST, OData, SFTP, JMS, Mail und weiteren Adaptern. |
| BPM- und ccBPM-Prozesse | Bewertung, wie Prozesslogik künftig umgesetzt werden kann. |
| Eigenentwicklungen | Identifikation individueller Erweiterungen und Bewertung des Migrationsaufwands. |
| Sicherheitskonzepte | Überprüfung von Zertifikaten, Benutzerkonzepten und Cloud-Connector-Anbindung. |
| Historisch gewachsene Schnittstellen | Identifikation ungenutzter oder redundanter Integrationen zur Bereinigung der Landschaft. |
Nicht jede Schnittstelle sollte migriert werden.
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich in vielen PI/PO-Landschaften Integrationen befinden, die nicht mehr genutzt werden oder sich im Zuge der Migration vereinfachen lassen. Die Migration ist daher eine gute Gelegenheit, die Integrationslandschaft zu konsolidieren und langfristig Wartungsaufwand zu reduzieren.
ERGEBNIS
Ergebnis des Migrations-Assessments
Nach Abschluss des Assessments verfügen Sie über eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Ihr Migrationsprojekt. Sie erhalten unter anderem:
- Vollständigen Schnittstellenkatalog
- Bewertung aller Integrationsszenarien
- Aufwandschätzung
- Priorisierung der Migration
- Empfohlene Migrationswellen
- Zielarchitektur
- Budget- und Terminrahmen
VORGEHENSMODELL
So gehen wir vor
Vier Schritte vom ersten Assessment bis zum stabilen Betrieb.
Bestandsanalyse
Vollständige Inventarisierung der PI/PO-Schnittstellen inkl. Bewertung auf CI-Kompatibilität.
Zielarchitektur
Konzeption der Ziellandschaft auf SAP CI und BTP, inkl. Wellenplanung.
Schrittweise Migration
Migration in Wellen mit Parallelbetrieb und Hypercare je Welle.
Stilllegung & Betrieb
Geordnete Ablösung von PI/PO und Übergang in den CI-Regelbetrieb.
MEHRWERT
Was Sie mit uns erreichen
01
Risikoarmer Übergang
Wellenweise Migration statt Big-Bang reduziert das Ausfallrisiko.
02
Planungssicherheit
Klarer Zeit- und Kostenrahmen nach dem initialen Assessment.
03
Zukunftsfähige Plattform
SAP Cloud Integration als strategische, von SAP weiterentwickelte Zielplattform.
04
Saubere Architektur
Migration als Chance, statt 1:1-Kopie eine bereinigte Zielarchitektur aufzubauen.
05
Kontrollierte Stilllegung
Geordnetes Abschalten von PI/PO statt Parallelbetrieb auf unbestimmte Zeit.
06
Wissenssicherung
Dokumentation und Wissenstransfer sichern den Betrieb nach der Migration.
FAQ
Häufige Fragen
Technisch ist eine automatisierte Konvertierung für bestimmte Szenarien teilweise möglich, fachlich aber selten empfehlenswert. SAP Cloud Integration folgt anderen Architekturprinzipien als PI/PO – wir prüfen daher je Schnittstelle, ob eine Neuentwicklung nach CI-Best-Practices nicht nur sauberer, sondern langfristig auch wartungsärmer ist als eine reine technische Konvertierung des Bestands.
Nein. Wir empfehlen ausdrücklich eine wellenweise Migration statt einer Big-Bang-Umstellung: Die Schnittstellen werden nach Kritikalität und Komplexität priorisiert und in beherrschbaren Wellenpaketen migriert. Während jeder Welle laufen PI/PO und SAP Cloud Integration parallel, sodass jederzeit ein kontrolliertes Rollback möglich bleibt.
Das hängt von Umfang und Kritikalität der Landschaft ab. Typischerweise läuft der Parallelbetrieb je Welle so lange, bis die migrierten Schnittstellen abgenommen und in der Hypercare-Phase stabil sind. Ziel ist ein geordnetes, zeitlich begrenztes Nebeneinander – kein Parallelbetrieb auf unbestimmte Zeit.
Diese werden im Migrations-Assessment gesondert bewertet, da sie sich selten 1:1 übertragen lassen. Je nach Funktion prüfen wir, ob ein Standard-Adapter der Integration Suite die gleiche Aufgabe übernehmen kann, oder ob eine angepasste Neuentwicklung auf SAP Cloud Integration notwendig ist.
Ja. Die Frist steht bereits fest: Standard-Maintenance bis 2027, Extended Maintenance längstens bis 2030 – danach endet der SAP-Support vollständig. Wer erst kurz vor 2027 oder 2030 startet, trifft auf eine angespannte Beratermarkt-Situation, da viele Unternehmen gleichzeitig migrieren. Ein früher Start erlaubt eine ruhige Wellenplanung statt einer erzwungenen Hauruck-Aktion, und verhindert zusätzlich, dass weiterhin neue Schnittstellen auf der auslaufenden Plattform entstehen, die später erneut migriert werden müssten.
Starten Sie Ihre PI/PO-Migration mit einem klaren Assessment.
Wir analysieren Ihren PI/PO-Bestand, zeigen den Aufwand realistisch auf und planen die Migration nach SAP Cloud Integration in beherrschbaren Wellen.


