
Die Logistik-Highlights des SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602
SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602: Überblick der Logistik-Innovationen
Mit dem SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 setzt SAP die kontinuierliche Weiterentwicklung der logistischen End-to-End-Prozesse in der Public Cloud konsequent fort.
Der Fokus dieses Blogposts liegt auf den logistischen Kernbereichen Sales, Service, Asset Management, Manufacturing, Supply Chain und Procurement. Wir zeigen kompakt und praxisnah, welche ausgewählten, funktionalen Highlights das Release 2602 bietet und welche Prozessverbesserungen daraus entstehen.
Asset Management im SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602: Mehr Transparenz, Sicherheit und Intelligenz
Mit dem SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 treibt SAP die Weiterentwicklung des Asset-Managements entlang der gesamten Instandhaltungskette voran. Von der strukturierten Objektübersicht über eine effizientere Meldungserfassung bis hin zu integrierten Sicherheitsprozessen. Neue Apps und gezielte funktionale Erweiterungen schaffen mehr Transparenz, beschleunigen operative Abläufe und verbessern die Entscheidungsqualität im Tagesgeschäft.
Die neue App Anlagenübersicht bietet eine ganzheitliche, hierarchische Sicht auf Equipments und technische Plätze, inklusive Wartungsstatus und Kennzahlen. Besonders praxisrelevant: Instandhaltungsmaßnahmen lassen sich mit nur wenigen Klicks direkt in der App für das jeweilige Wartungsobjekt anlegen. Damit wird die neue App zu einem zentralen Einstiegspunkt für operative Instandhaltungsprozesse – sie verbindet Information mit praktischer Nutzung im Arbeitsalltag.
Die App Instandhaltungsmeldungen verwalten wird mit dem neuen Release weiterentwickelt. Kritische Ereignisse werden durch Fiori-Benachrichtigungen frühzeitig sichtbar, während erweiterte Filter- und Sortierfunktionen eine gezielte Bearbeitung nach Verantwortungsbereichen ermöglichen. Visuelle Schwellenwertanzeigen erleichtern die Bewertung des Handlungsbedarfs und verbesserte Verknüpfungen zwischen Meldungen und Aufträgen sorgen für einen durchgängigen Kontext. Eine intelligente Priorisierung leitet Dringlichkeiten automatisch aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung ab und bietet dabei die nötige Flexibilität für kundenspezifische Anpassungen.
Ein weiterer Meilenstein ist die Integration von SAP Joule in die Meldungserstellung. Durch die KI-Unterstützung bei der Erstellung und Prüfung von Störungen können Wartungsmeldungen nun schneller und kontextbezogen in natürlicher Sprache erzeugt werden – selbst von Anwendern ohne tiefgehende Wartungsexpertise. Diese Neuerung zielt darauf ab, die Qualität und Konsistenz der Meldungen durch eine strukturierte Vervollständigung zu verbessern und Fehlerquellen zu reduzieren.
Mit dem aktuellen Release adressiert SAP zudem gezielt sicherheitskritische Wartungsszenarien. Durch die direkte Integration von Arbeitserlaubnissen in Wartungsaufträge werden manuelle Abstimmungen reduziert, die Prozesssicherheit erhöht und die konsistente Einhaltung von Sicherheits- und Compliance-Vorgaben unterstützt. Standardisierte Vorlagen und eine zentrale Anlaufstelle in den neuen Fiori-Apps optimieren Verwaltung, Verfolgung und Genehmigung von Arbeitserlaubnissen. Dies schafft Transparenz über den aktuellen Status und garantiert die erforderliche Kontrolle für Instandhaltungs- und Sicherheitsteams.
Fokus Manufacturing: Intelligentere Prozesse und KI-Unterstützung
Das neue SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 bringt einen deutlichen Schub für die Automatisierung in der Produktion. Im Mittelpunkt stehen die KI-gestützte Erstellung von Arbeitsplänen sowie eine effizientere Auftragsabwicklung durch Konsolidierungsfunktionen. Zudem wurde die Transparenz in der Kapazitätsplanung durch direktere Navigationsmöglichkeiten und ein verbessertes Fehlteil-Monitoring in der Plantabelle gestärkt. Im Bereich Qualitätsmanagement und JIT-Abwicklung setzt SAP zudem konsequent auf die Modernisierung der App-Landschaft durch den Austausch veralteter Applikationen.
Besonders die Möglichkeit, identische Vorgänge über Auftragsgrenzen hinweg zu konsolidieren, bietet handfeste Vorteile für die Rüstzeitoptimierung und zeigt, dass SAP verstärkt auf die Anforderungen flexibler Fertigungsumgebungen reagiert.
Besonders erwähnenswert: Der KI-Agent in der Arbeitsplanverwaltung
Ein echtes Highlight ist die Einführung des intelligenten Szenarios FINDSIMBOMROUTINGV2. Anstatt Arbeitspläne mühsam manuell von Grund auf neu zu definieren, nutzt das System maschinelles Lernen, um Materialien mit ähnlichen Stücklistenstrukturen zu identifizieren und passende Arbeitsplanvorschläge zu generieren.
Der eigentliche Engpass liegt daher oft nicht in der reinen Modellleistung, sondern in der Aufgabenformulierung. Viele nutzen KI noch wie eine Suchmaschine, nur mit längeren Antworten. Doch wer komplexe Probleme bearbeiten will, muss die Frage ebenso präzise gestalten wie die gewünschte Lösung.
Die Qualität von KI-Ergebnissen entsteht im Zusammenspiel:
Das Modell liefert das kognitive Potenzial und der Prompt entscheidet, wie gut dieses Potenzial genutzt wird.
KI wirkt damit weniger als Ersatz für Expertise, sondern als Verstärker bestehender Fähigkeiten. Wer strukturiert denkt, klare Ziele formuliert und Problemräume sauber abgrenzt, erhält bessere Resultate. Wer hingegen unpräzise fragt, bekommt oft generische Antworten zurück. Das Modell spiegelt die gedankliche Qualität der Eingabe stärker, als vielen bewusst ist.
Use Case Teaser: Schnellere Time-to-Market für neue Varianten
Stellen Sie sich vor, Sie führen eine neue Produktvariante ein, die sich nur geringfügig von bestehenden Modellen unterscheidet. Statt Kopierfehler zu riskieren oder Zeit in manuelle Eingaben zu investieren, schlägt der KI-Agent basierend auf der Ähnlichkeitsanalyse sofort den passenden Prozessablauf vor. Dies reduziert den administrativen Aufwand im Engineering-Prozess erheblich und sorgt für eine konsistente Stammdatenqualität über das gesamte Portfolio hinweg.
Erweiterung im Vertrieb durch die App „Manage Sales Documents“
Mit dem Upgrade auf SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 steht die neue App „Manage Sales Documents“ zur Verfügung. Sie ergänzt die bereits vorhandene App „Manage Sales Orders V2“, die weiterhin in der Cloud ERP verfügbar ist, und erweitert die Möglichkeiten bei der Arbeit mit Verkaufsbelegen.
Die App bietet eine neue Möglichkeit in der Cloud ERP, um Verkaufsbelege sowie kostenlose Verkaufsbelege zu verwalten. Dank der vereinheitlichten Suche können Nutzer gezielt nach unterschiedlichen Daten von Verkaufsbelegen suchen, etwa nach Kopf-, Positions- oder Einteilungsdaten.
Zu den Vorteilen der App gehört die vereinfachte Handhabung von Verkaufsbelegen, da alle wichtigen Dokumente in einer einzigen, übersichtlichen Anwendung zusammengeführt werden. Die schnelle, gezielte und um weitere Filter Möglichkeiten ergänzte Suche ermöglicht einen sofortigen Zugriff auf relevante Informationen und steigert Effizienz und Reaktionsfähigkeit. Der einfache Zugriff auf Kopf, Positions- und Einteilungsdaten mittels drei verschiedener Reiter, sowie die Möglichkeit innerhalb einer Sicht neue Verkaufsbelege anzulegen oder Liefer- und Rechnungssperren für mehrere Belege gleichzeitig zu setzen, minimieren sowohl Klicks als auch manuelle Schritte und steigern die Produktivität des Anwenders. Bereits bewährte Funktionen, wie das Ablehnen aller Positionen eines Dokuments, bleiben erhalten.
Die App „Manage Sales Documents“ bietet also eine effiziente, transparente und produktive Bearbeitung von Verkaufsbelegen in der Cloud ERP.
Flexibles Output Management für Bestelldokumente im Procurement
Bestelldokumente zählen zu den zentralen Dokumenten in Beschaffungsprozessen. Sie müssen zuverlässig erzeugt, korrekt formatiert und über unterschiedliche Kanäle an Lieferanten oder interne Empfänger verteilt werden. Mit dem SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 wird hierfür die Funktion der Versendung von Dokumenten den über EXTOM-Kanal bereitgestellt.
Der EXTOM-Kanal ist speziell dafür ausgelegt, die Rohdaten eines Geschäftsbelegs an ein externes Output Management System (OMS) zu übertragen, das anschließend die komplette Weiterverarbeitung übernimmt.
EXTOM im Vergleich zu klassischen Ausgabekanälen
Im Gegensatz zu direkten Ausgabekanälen wie PRINT oder E-MAIL, bei denen Formatierung und Ausgabe vollständig innerhalb des SAP-Systems erfolgen, verfolgt EXTOM einen klar getrennten Ansatz. Die Verantwortung für die Aufbereitung, Gestaltung und Auslieferung der Dokumente liegt beim angebundenen externen Ausgabeverwaltungssystem.
Dieses übernimmt unter anderem:
- die Formatierung gemäß individuellen Layout- und Corporate-Design-Vorgaben
- die Auswahl und Steuerung geeigneter Kommunikationskanäle
- den Druck auf physische oder virtuelle Drucker
- den Versand per E-Mail oder über weitere digitale Kanäle
Technischer Ablauf der Ausgabe über EXTOM
Sobald eine Bestellung eine Ausgabe auslöst, sammelt die Ausgabesteuerung von SAP S/4HANA die relevanten Ausgabedaten und erzeugt eine entsprechende Position in der Ausgabewarteschlange. Diese wird in der jeweils definierten Warteschlange abgelegt.
Aus der Ausgabewarteschlange heraus werden die Daten über das konfigurierte Kommunikationsszenario an das externe System übertragen. Der Datenaustausch erfolgt im XML-Format. Neben den eigentlichen Belegdaten enthält die XML-Datei zusätzliche Metadaten, die von der SAP-S/4HANA-Ausgabesteuerung aus der Ausgabeposition ergänzt wurden und eine weiterführende Verarbeitung im externen Output Management System (OMS) ermöglichen.
Service im Zentrum eines durchgängigen Customer Lifecycle
Intelligenter Service mit Embedded AI
Ein Schwerpunkt des SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 liegt auf der Nutzung von KI direkt im Serviceprozess. Serviceanfragen sollen schneller klassifiziert, automatisch priorisiert und an entsprechenden Teams / Techniker:innen zugewiesen werden. Dabei sollen Vorschläge aus ähnlichen Fällen die Lösungsfindung beschleunigen. So wird aus einem reaktiven Ticket‑Handling ein proaktiver, datengetriebener Service.
Nahtlose Ende‑zu‑Ende‑Serviceprozesse
Serviceprozesse sollen konsequent End‑to‑End betrachtet werden. Von der Erfassung des Servicebedarfs über Einsatzplanung, Vor‑Ort‑Leistung und Materialverbrauch bis hin zur Fakturierung und Analyse werden Medienbrüche reduziert. Engere Integrationen mit Sales, Supply Chain und Finance helfen, Serviceeinsätze transparenter zu planen und wirtschaftlich sauber abzubilden.
Mehr Transparenz durch Analytics
Neue und erweiterte KPIs ermöglichen einen klareren Blick auf Service‑Performance und Auslastung. Dashboards rund um Reaktion‑ und Lösungszeiten, First‑Time‑Fix‑Rate und SLA‑Erfüllung unterstützen bei der Steuerung. Damit wird es leichter, systematisch Engpässe zu erkennen und gezielt zu verbessern.
Durchgängig, integriert, effizient: SAP stärkt Warehouse- und Transportprozesse
Mit dem SAP S/4HANA Cloud ERP Release 2602 erweitert SAP seine Integrationsmöglichkeiten im Warehouse Management der Public Cloud ERP deutlich: Die neue API „Warehouse Order and Task – Send to External System“ steht ab sofort zur Verfügung.
Diese Schnittstelle ermöglicht die nahtlose Anbindung von externen Lagerautomatisierungs- und Fremdsystemen. Konkret werden offene Lageraufträge und Warehouse Tasks automatisch an ein externes System übermittelt, sobald sie im SAP-System angelegt werden.
Damit wird die Echtzeitintegration im Bereich des Warehousing mit Fördertechnik, Shuttle-Systemen oder anderen Automatisierungslösungen erheblich vereinfacht. Das Ergebnis: schnellere Prozesse, weniger manuelle Eingriffe und eine höhere Transparenz im Lagerbetrieb.
Mit der neuen Integration von Lohnbearbeitungs-Bestellungen in SAP Transportation Management wird die durchgängige Steuerung von Transportprozessen deutlich vereinfacht. Unternehmen profitieren von einer End-to-End-Abbildung der Transportplanung, -ausführung und Frachtkostenabrechnung – sowohl für Inbound- als auch Outbound-Prozesse.
Ob Warenausgang zum Dienstleister oder Wareneingang von Halb- oder Fertigprodukten: Durch die enge Integration mit Inventory Management und Warehouse Management laufen logistische Prozesse effizienter, fehlerärmer und nachvollziehbar ab. Das Ergebnis ist mehr Kontrolle, geringerer Aufwand und eine spürbar höhere operative Effizienz.
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