
SAP Job Scheduling in Fiori auch ohne teure Enterprise Tools
Die SM36 und ihre Grenzen
Warum die SM36 an ihre Grenzen stößt – und welche Alternativen es gibt
Die SM36 und die SM37 kennt jeder, der mit SAP-Basis zu tun hat oder in einer Fachabteilung für die Überwachung von wiederkehrenden Hintergrundaufgaben verantwortlich ist. Das umständliche, manuelle Einpflegen von Jobketten, oft aus Excel-Tapeten mit vielen Spalten, gehört zu den Aufgaben, die sich in den letzten 30 Jahren kaum verändert hat.
Wer heute auf S/4HANA und Fiori umstellt, merkt schnell: Für die Jobplanung gibt es in der neuen Welt keine Lösung von SAP – und das ist kein Übergangszustand. SAP hat sich im Clean-Core-Konzept bewusst dagegen entschieden, ein Fiori-Äquivalent zur SM36 und SM37 zu bauen. Scheduling ist als Erweiterungspunkt für Drittanbieter vorgesehen.
Welche Möglichkeiten gibt es und was ist der richtige Weg?
Für einfache Szenarien funktioniert die SM36 nach wie vor bei einer sehr geringen Anzahl von Jobs. Die Einschränkungen zeigen sich dort, wo es über Einzeljobs hinausgeht:
- Jobs lassen sich nur pro System anlegen und überwachen.
- Periodische Jobs können nicht pausiert werden – etwa für geplante Wartungsfenster.
- Eine Massenanlage oder -änderung per Excel ist nicht möglich.
- Die Oberfläche ist SAP GUI. Eine Fiori-Variante existiert nicht und ist laut SAP auch nicht geplant.
Gerade der Punkt Pausenzeiten ist in der Praxis oft ein Problem: Wer z. B. einen periodischen Job montags zwischen 22 und 23 Uhr stoppen will – etwa, weil in dem Zeitraum ein verbundenes Subsystem offline ist – muss den Job löschen und später manuell neu anlegen. Das ist fehleranfällig und unnötig aufwendig.
Ein weiteres Problem ist das Stoppen und Starten von Jobs während verschiedener Wartungsfenster. Niemand kann genau sagen, was laufen darf und was nicht. Daher heißt die Devise dann oft: alles anhalten oder nichts anhalten. Die über 30 Jahre alten Reports BTCTRNS1 und BTCTRNS2 sind dann die Notlösung.
Die Enterprise-Alternative
Wer über die SM36 hinauswachsen will, landet schnell bei den bekannten Namen: BMC Control-M, Broadcom Automic, Redwood RunMyJobs, Stonebranch. Das sind mächtige Plattformen, gebaut für die Orchestrierung über heterogene Landschaften – SAP, Mainframe, Cloud, alles zusammen.
Entsprechend sind die Preise. Lizenzkosten im sechsstelligen Bereich pro Jahr sind keine Seltenheit. Broadcom hat nach der Automic-Übernahme bei vielen Bestandskunden kräftig die Preise erhöht, und auch verbrauchsbasierte Modelle wie bei Redwood skalieren bei steigendem Volumen schnell nach oben.
Neben den hohen Kosten ist die Steuerung und das Monitoring von Jobs über diese Tools oft umständlich kompliziert. Man sieht vielen der Tools einfach an, dass sie aus einer Unix-Betriebswelt kommen.
Trotzdem: Für Unternehmen, die tatsächlich tausende Jobs über viele verschiedene Systeme und Subsysteme steuern, ist das die richtige Wahl. Für eine SAP-Landschaft mit überschaubarer Komplexität stehen Aufwand und Nutzen aber oft in keinem vernünftigen Verhältnis. Viele SAP-Kunden nutzen von diesen Tools am Ende nur einen Bruchteil.
cimply job scheduling – SAP-Jobplanung in Fiori
Wir haben mit cimply job scheduling eine Fiori-App entwickelt, die genau diese Lücke schließt. Kein Schweizer Taschenmesser für die gesamte IT-Landschaft, sondern eine fokussierte Lösung für SAP-Jobplanung.
Die App läuft direkt im Fiori Launchpad. Wer Fiori bedienen kann, findet sich sofort zurecht. Es gibt keinen separaten Client, kein eigenes Berechtigungskonzept und keinen zusätzlichen Betriebsaufwand. Eine Erweiterung mit Clean-Core-Ansatz.
Was die App von der SM36 unterscheidet, sind vor allem drei Dinge:
Dynamische Pausenzeiten. Periodische Jobs lassen sich mit Pausenzeiträumen versehen – tageweise, stundenweise, für beliebige Zeitfenster. Der Job ruht während der definierten Pause und läuft danach automatisch weiter.
Excel-Upload. Jobs können in einer Tabelle vorbereitet und per Upload ins System übernommen werden. Nach einer Migration oder in einem Einführungsprojekt, wenn Hunderte Jobs aufgesetzt werden müssen, spart das erhebliche Zeit. Was vorher Tage in der SM36 bedeutete, ist damit in Minuten erledigt.
SAP-native Architektur. Die App läuft auf der vorhandenen Infrastruktur, nutzt das SAP-Berechtigungskonzept und braucht weder Middleware noch Cloud-Anbindung. Das responsive Design ermöglicht die Nutzung auch auf Tablets. Erweiterungen und Workflows zur Trennung der fachlichen und technischen Verantwortung sind modular möglich.
Vergleich
| SM36 (GUI) | Enterprise Tools | cimply (Fiori) | |
|---|---|---|---|
| Fiori-Oberfläche | ✗ | ✗ | ✓ |
| Kosten | inkl. | €€€ | € |
| Pausenzeiten | ✗ | teilw. | ✓ |
| Excel-Upload | ✗ | teilw. | ✓ |
| Schulungsaufwand | gering | hoch | gering |
| SAP-nativ | ✓ | ✗ | ✓ |
Fazit
SAP hat die Jobplanung in Fiori bewusst offengelassen. Die Enterprise-Scheduler sind eine Möglichkeit, aber für viele SAP-Landschaften schlicht zu viel des Guten.
cimply job scheduling geht einen anderen Weg: Eine native Fiori-App, die sich auf das konzentriert, was die Fachverantwortlichen und die SAP-Basis-Teams tatsächlich brauchen. Wer sich das anschauen möchte, meldet sich am besten direkt bei uns – wir zeigen die App in einer kurzen Demo am lebenden System.
Kontakt:
E-Mail: cimply@cimt-ag.de
Telefon: +49 221 367 986-0




