Referenz · Prozesssteuerung mit Camunda

GEMAZentrale Prozesssteuerung mit Camunda – Transparenz für Millionen von Datensätzen

580+

Prozesse über die Prozesssteuerung mit Camunda orchestriert

Millionen

Datensätze pro Vorgang automatisiert verarbeitet

100+

Endanwender mit transparenter Fehleranalyse

Google Cloud

Migration von On-Prem Kubernetes

Kunde

GEMA
Branche: Medien
Firmensitz: Berlin, München

Ihr Ansprechpartner
Oliver Fromm, Ansprechpartner für Prozesssteuerung mit Camunda
Oliver Fromm

Vorstand in der cimt Gruppe

Beratungsschwerpunkte
Über die GEMA

Zentrale Prozesssteuerung mit Camunda für Millionen von Datensätzen

Die GEMA verwaltet Musikrechte für über 100.000 Mitglieder und mehr als zwei Millionen internationale Rechteinhaberinnen und Rechteinhaber. In komplexen, teamübergreifenden Prozessen werden große Datenmengen zwischen verschiedenen Systemen verarbeitet.

Fehleranalysen waren vor Beginn des Projekts zeitaufwendig, da mehrere Teams ihre Daten separat prüfen mussten. Gemeinsam mit der cimt ag implementierte die GEMA daher eine zentrale Prozesssteuerung mit Camunda, die Millionen von Datensätzen automatisiert orchestriert und jeden Prozessschritt transparent nachvollziehbar macht. Das Ergebnis ist eine skalierbare Plattform für teamübergreifende Prozesse – und die Grundlage für eine moderne, Cloud-basierte Datenarchitektur.

Ausgangssituation

Komplexe Prozesse, begrenzte Transparenz

Die GEMA verarbeitet große Datenmengen aus unterschiedlichen Fachsystemen, um die Nutzung musikalischer Werke korrekt abzurechnen und zu verwalten. Mehrere Teams arbeiten dabei an komplexen, systemübergreifenden Prozessen zusammen – deren Koordination erfolgte jedoch größtenteils manuell. Datenflüsse waren dezentral dokumentiert und lagen in unterschiedlichen Systemen und Formaten vor.

Trat ein Fehler auf, etwa bei Transaktionen, begann eine aufwendige Ursachenanalyse: Jedes beteiligte Team musste seine Daten separat prüfen. Mit steigenden Datenmengen – pro Vorgang konnten mehrere Millionen Datensätze entstehen – wurde das zunehmend schwierig. Parallel stand die Migration der Infrastruktur in die Google Cloud bevor.

Das Ziel
Lösung

Prozesssteuerung mit Camunda 7

Gemeinsam mit der GEMA entwickelte die cimt ag eine zentrale Prozesssteuerung auf Basis der Workflow-Engine Camunda 7. Das Projekt begann mit einem Proof of Concept durch ein zweiköpfiges Team – einen Senior- und einen Junior-Entwickler mit Fokus auf Java und Camunda. Vier Architekturprinzipien tragen die Plattform:

External Task Pattern

Systemfunktionen laufen als unabhängige Worker – vergleichbar mit Microservices. So lässt sich die Plattform flexibel erweitern und skalieren.

Versionierte Schnittstellenverträge

Für jedes System beschreiben sie Messaging (JMS / Pub/Sub) und Datenstrukturen – die stabile Basis für die Zusammenarbeit der Teams.

Konsolidierte Worker

Anfangs gab es je System einen eigenen Worker. Die Vereinheitlichung großer Teile der Logik machte die Architektur deutlich wartbarer.

Google Cloud Platform

Migration von On-Prem Kubernetes: Cloud SQL für den Betrieb, Pub/Sub für Messaging, BigQuery für Archivierung und Nachverfolgung.

Operative Daten werden in der Cloud weiterhin performant verarbeitet, während historische Daten parallel in BigQuery repliziert werden. So lassen sich auch große Datenvolumen langfristig effizient analysieren.

Durch die zentrale Prozesssteuerung können wir heute genau nachvollziehen, wie Daten durch unsere Systeme fließen. Das erleichtert die Fehleranalyse erheblich.

Karolina Koric, Product Owner, GEMA

Projektorganisation

Agil, stabil und kontinuierlich erweitert

Mit wachsendem Projektumfang wurde auch das Team erweitert. Aus einer anfänglichen Task-Board-Struktur entstand ein agiles Arbeitsmodell mit zweiwöchigen Sprints und Scrum Master. Vier Praktiken sichern Qualität und Stabilität der Plattform:

DevOps on Duty

Pro Sprint verantwortet ein Teammitglied Support und Fehlerbehebung.

Deskchecks

Fachliche Abnahme jedes Tickets gemeinsam mit dem Fachbereich.

Automatisierte Tests

End-to-End-Tests mit Cypress und GitHub Actions.

Disaster Recovery

Frühzeitige Definition von Worst-Case-Szenarien.

Ergebnis

Schnellere Fehleranalyse dank Prozesssteuerung mit Camunda

Innerhalb von knapp drei Jahren wurden über 580 Prozesse über die zentrale Prozesssteuerung mit Camunda abgewickelt. Die Plattform schafft erstmals vollständige Transparenz über die Datenflüsse zwischen den beteiligten Systemen und Teams.

Tritt heute ein Fehler auf, lässt er sich direkt im Prozessverlauf nachvollziehen: Jeder Verarbeitungsschritt wird automatisch dokumentiert. Wo früher mehrere Teams ihre Daten separat prüfen mussten, wird die Ursache heute häufig unmittelbar im orchestrierten Prozess sichtbar – über 100 Endanwenderinnen und Endanwender profitieren davon.

Innerhalb der GEMA hat sich die Lösung als zentraler Bestandteil der IT-Landschaft etabliert und dient auch als Pilotplattform für neue Features und Infrastrukturänderungen. Dazu kommen wichtige Governance-Vorteile:

Die Zusammenarbeit mit der cimt ag war sehr partnerschaftlich – das Team hat unsere Prozesse schnell verstanden und eine skalierbare Lösung aufgebaut.

Karolina Koric, Product Owner, GEMA

Ausblick

Grundlage für die zukünftige Datenarchitektur

Die zentrale Prozesssteuerung wird kontinuierlich weiterentwickelt und hat eine wichtige Diskussion über Datenqualität und Datenmanagement angestoßen: Künftig werden Prozesssteuerung und Datenmanagement enger miteinander verzahnt.

Aus dem Projekt ist zudem ein Folgevorhaben entstanden, das die zugrunde liegende Datenarchitektur modernisiert – mit einer flexibleren Struktur, in der Referenzen aus unterschiedlichen Datenquellen gebündelt und Veränderungen über die Zeit nachvollziehbar dokumentiert werden.

Mehr zu unserem Ansatz finden Sie auf unserer Seite Camunda Platinum Partner.

Nächster Schritt
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