Referenz · Freigabeprozesse mit Camunda und DMN

Panasonic Europe B.V.Skalierbare Freigabeprozesse mit Camunda und DMN

1 BPMN-Modell

generisch für die gesamte Klasse von Freigabeprozessen

100+

DMN-Tabellen für Varianten und Regelwerke

6.000+

Prozessvarianten

200.000+

Prozessinstanzen im Jahr 2024

Kunde
Logo von Panasonic

Panasonic Europe B.V.
Projekt: Freigabeprozesse mit Camunda und DMN
Branche: Elektronik
Firmensitz: Hamburg

Ihr Ansprechpartner
Rouven Homann, Vorstand in der cimt Gruppe
Rouven Homann

Vorstand in der cimt Gruppe

Beratungsschwerpunkte
Ausgangssituation

Wachsende Komplexität in Freigabeprozessen

Viele Unternehmen kennen die Situation: Zuerst wird ein einfacher Freigabeprozess digitalisiert. Dann folgen Varianten für Länder, Produktbereiche und Betragsgrenzen. Die Regeln werden komplexer, und irgendwann kann man mit dem zugrundeliegenden BPMN-Modell eine Hauswand tapezieren. Später bekommt jeder Anwendungsfall ein eigenes Modell: alle ähnlich, alle geschäftskritisch, alle mit Compliance-Anforderungen.

Diese Referenz zeigt, wie Panasonic Europe Hunderte Freigabeprozesse mit Camunda und DMN beherrschbar hält.

Die Kernfrage

Modellierbar, auditierbar und änderbar – auch bei Hunderten Varianten

Philipp Jahn (Senior Manager Workflow, Web and PIM Consulting bei Panasonic Europe B.V.) hat das Zielbild klar umrissen:

Hinzu kommen die Herausforderungen einer Matrix-Organisation: unterschiedliche Produktkategorien, Länder, Regionen und Richtlinien sowie eine gewachsene Systemlandschaft. Klassische „ein BPMN-Modell pro Prozess“-Ansätze stoßen hier schnell an Grenzen – die Zahl der Modelle explodiert, Logik wird dupliziert, Änderungen werden teuer.

Lösung

Freigabeprozesse mit Camunda: der DMN-first-Ansatz

Panasonic Europe nutzt Camunda zur Workflow-Automatisierung – dreht dabei aber das übliche Verhältnis von BPMN und DMN um: Ein einziges generisches BPMN-Modell bildet die universellen Phasen eines Freigabeprozesses ab. Die Regeln, die den konkreten Ablauf der Freigabekette bestimmen, stehen in DMN-Entscheidungstabellen. Eingangsparameter sind etwa Antragsart, Betragsklasse, Produktkategorie oder Organisationseinheit, Ausgangsparameter die durchzuführenden Workflow-Schritte. Typische Konstellationen:

Geringe Beträge

Freigabe durch Linienvorgesetzte

Mittlere Beträge

Linie plus Bereichsleitung

Hohe Beträge

Zusätzlich Finance oder Management

Welche Eingaben zu welchen Schritten und Rollen führen, ist für Anwender leicht nachvollziehbar – und zugleich maschinenlesbar und direkt in Camunda ausführbar. Auf dieser Basis laufen heute über 200.000 Instanzen pro Jahr über eine Architektur, die gezielt auf die „Massenproduktion“ neuer Workflows ausgelegt ist.

Architektur

Komplexität in den Griff bekommen

Verschachtelte DMN-Tabellen

Vorgelagerte DMNs entscheiden über Zuständigkeiten nach Organisationseinheit, Produktkategorie oder Region; eine nachgelagerte Tabelle kombiniert sie zur finalen Freigabekette. Änderungen bleiben lokal.

Aufgabentypen nach RACI

Nach dem RACI-Prinzip legen die Tabellen auch die Aufgabentypen fest: Approval, Consult, Notification und Execute. Die Engine erzeugt daraus den passenden User Task.

ERP-Integration

System-Tasks binden ERP-Systeme wie SAP R/3 und SAP S/4HANA an – etwa um eine genehmigte Stammdatenanlage direkt im zuständigen System abzulegen.

1–2 Personentage pro Variante

Auf Basis der vorhandenen Bausteine liegt der Aufwand für eine neue Prozessvariante bei nur etwa 1–2 Personentagen; Deployments erfolgen wöchentlich.

„Die Zusammenarbeit mit der cimt ag erfüllt mich mit großer Zufriedenheit – zuverlässig, flexibel und stets in hervorragender Qualität.“

Philipp Jahn, Senior Manager Workflow, Web and PIM Consulting, Panasonic Europe B.V.

Erkenntnisse

Was Freigabeprozesse mit Camunda und DMN leisten

Team

Das Team und die Rolle von cimt

Panasonic Europe betreibt die Lösung mit einem internen Kotlin-Entwicklerteam. cimt bringt ergänzend methodische und technische Expertise ein – als Camunda Platinum Partner mit starker Projekterfahrung:

  • Ein Fachexperte verantwortet das methodische Design des DMN-Ansatzes und begleitet als Business Analyst neue Workflow-Projekte.
  • Ein zertifizierter Camunda Developer unterstützt das interne Team bei Implementierung und Integration.
Fazit

Skalierbar heute – und in einigen Jahren

Panasonic Europe profitiert vor allem von hoher Skalierbarkeit und schneller Anpassbarkeit: Neue Varianten entstehen ohne Änderungen am BPMN-Modell und sind in ein bis zwei Tagen umgesetzt. Gleichzeitig steigen Compliance und Transparenz, weil alle Entscheidungsregeln zentral in DMN abgelegt, versioniert und jederzeit nachvollziehbar sind – das reduziert Risiken und vereinfacht Audits deutlich.

Der Ansatz eignet sich besonders für Organisationen, die viele strukturell ähnliche, im Detail aber unterschiedliche Freigabeprozesse betreiben.

Nächster Schritt

Ihr erster Freigabeprozess mit Camunda

Mit dem Starterpaket Prozessautomatisierung automatisieren wir gemeinsam einen echten Prozess Ihrer Organisation – modelliert mit BPMN und DMN, umgesetzt auf Ihrem Technologie-Stack.

Referenzen

Weitere Business Cases

Nach oben scrollen